Projekte

Stipen­dien für nicht­aka­de­mi­sche soziale Berufe

Der Schwer­punkt der Land­fried Stif­tung liegt in der Vergabe von Stipen­dien an Menschen unter 40, die in nicht­aka­de­mi­sche soziale Berufe gehen. Gerade die für unsere Gesell­schaft beson­ders wich­tigen sozialen Berufe finden nicht die ihnen gebüh­rende Aner­ken­nung, zumin­dest was die finan­zi­elle Seite angeht.   

Wir wollen nicht in erster Linie Leis­tung belohnen, sondern Menschen in schwie­rigen Situa­tionen helfen. Die Stipen­diaten treffen sich regel­mäßig zur Bericht­er­stat­tung und Bera­tung mit der Geschäfts­füh­rerin.

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Wir unter­stützen Berufe wie

  • Alten­pfleger/innen
  • Sozi­al­ar­beiter/innen
  • Erzieher/innen
  • Orth­op­tisten und Orth­op­tis­tinnen

Pfle­ge­päd­ago­gi­sche Stelle zur Unter­stüt­zung von Alten­pfle­ge­schü­lern und Alten­pfle­ge­schü­le­rinnen

An der Akademie für Gesund­heits­be­rufe haben wir eine Vier­tel­stelle für eine pfle­ge­päd­ago­gi­sche Lehr­kraft geschaffen, die die Auszu­bil­denden indi­vi­duell fördern soll. Durch indi­vi­du­elle Förde­rung soll die Chance, die Ausbil­dung mit Erfolg abzu­schließen, für Schüler/innen mit erhöhtem Förder­be­darf verbes­sert werden. Die pfle­ge­päd­ago­gi­sche Stelle soll als Binde­glied zwischen Schule und Einrich­tung den Theorie-Praxis-Transfer vertiefen.

Der/die Stel­len­in­haber/in unter­stützt Schüler/innen mit erhöhtem Förder­be­darf bei der Durch­füh­rung ihrer Ausbil­dung. Sie geht hierbei indi­vi­duell auf die Schwä­chen ein und fördert die Schüler/innen in enger Abstim­mung mit den Lehr­kräften der Schule, z.B. durch 

  • Hilfe­stel­lung bei der Orga­ni­sa­tion des Lern­stoffes
  • Hilfe­stel­lung beim Lernen des theo­re­ti­schen Stoffes 
  • Hilfe­stel­lung bei der Umset­zung des Stoffes in der Praxis 
  • Koope­ra­tion mit Praxis­an­lei­tern/Praxis­an­lei­te­rinnen in den Einrich­tungen
  • Vermitt­lung von Hilfe bei Problemen mit der deut­schen Sprache
  • Vermitt­lung von Hilfe bei persön­li­chen Problemen
  • Die Förde­rung geschieht durch den/die Bera­tungs­lehrer/in persön­lich oder durch Vermitt­lung an eine andere kompe­tente Stelle.
  • Kommu­ni­ka­tions- und Koope­ra­ti­ons­be­zie­hungen der Stel­len­in­ha­bers/der Stel­len­in­ha­berin (Kommu­ni­ka­ti­ons­bild)
Altenpflege

Durch indi­vi­du­elle Förde­rung soll die Chance, die Ausbil­dung mit Erfolg abzu­schließen, für Schüler/innen mit erhöhtem Förder­be­darf verbes­sert werden. Die pfle­ge­päd­ago­gi­sche Stelle soll als Binde­glied zwischen Schule und Einrich­tung den Theorie-Praxis-Transfer vertiefen.

Weitere Projekte

Musiks­ti­pen­dien für Kinder allein­er­zie­hender Mütter

Finan­zie­rung der musi­ka­li­schen Ausbil­dung von Kindern, die aufgrund ihrer Bega­bung oder seeli­schen Bedürf­tig­keit beson­ders förde­rungs­würdig sind, und deren allein­er­zie­hende Mütter diese finan­ziell nicht hinrei­chend fördern können.

Schüler helfen Schü­lern an der Inter­na­tio­nalen Gesamt­schule Heidel­berg

Viele Kinder, die eigent­lich Nach­hilfe benö­tigen, können sich diese nicht leisten. Da sich Nach­hilfe immer mehr etabliert, haben diese Kinder einen Nach­teil. Dem soll durch das Projekt „Schüler helfen Schü­lern“, das an vielen Schulen in Deutsch­land einge­führt wurde, entge­gen­ge­wirkt werden. Ältere, gute Schüler geben jüngeren Schü­lern kostenlos Nach­hilfe. Die „Nach­hil­fe­lehrer“ bekommen eine kleine Aufwands­ent­schä­di­gung. 

In der Orien­tie­rungs­stufe (Klassen 5 und 6) der Inter­na­tio­nalen Gesamt­schule Heidel­berg sind die Klassen hete­rogen zusam­men­ge­setzt. Dies bezieht sich u.a. auf Bega­bung sowie soziale und ethni­sche Herkunft. Insbe­son­dere Kinder mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, deren Eltern mit dem deut­schen Schul­system nicht vertraut sind und die fami­liäre Kommu­ni­ka­tion über­wie­gend in der jewei­ligen Mutter­sprache abläuft, brau­chen über den schu­li­schen Rahmen inner­halb des Bildungs­plans hinaus eine zusätz­liche Unter­stüt­zung. Zunächst geht es bei diesen Kindern um Wort­schat­zer­wei­te­rung, Sicher­heit im sprach­li­chen Ausdruck und Text­ver­ständnis. Ebenso benö­tigen Kinder ohne häus­liche, elter­liche Hilfe Orien­tie­rung und Stra­te­gien zum Lernen. Lern­me­thoden können eingeübt sowie Tests und Klas­sen­ar­beiten gezielt vorbe­reitet werden. Durch die regel­mä­ßige Teil­nahme werden schu­li­sche Probleme noch besser erfasst und mit der gezielten Förde­rung entspre­chende Lern­fort­schritte erreicht.

Um den Kindern keine weiteren und zusätz­li­chen Unter­richt­stunden zu verordnen, wird über Schüler/innen und deren Zugangs­wege eine moti­vie­rende Unter­stüt­zung ange­boten. Schüler/innen aus der Mittel- und Ober­stufe werden als Tutoren ausge­bildet und erhalten dafür ein geringes Entgelt und ein Zerti­fikat, das sie ihrem Port­folio beilegen können. Die persön­liche Zusam­men­ar­beit zwischen einem Tutor oder einer Tutorin mit einem Kind ist lang­fristig ange­legt, so dass über die indi­vi­du­elle Lern­be­glei­tung hinaus Vertrauen und nach­hal­tiges Arbeiten erwachsen.

In Zusam­men­ar­beit mit der Pädago­gi­schen Hoch­schule Heidel­berg und dem dortigen Ressort „Heidel­berger Zentrum für Migra­ti­ons­for­schung und Trans­kul­tu­relle Pädagogik“ unter der Leitung von Frau Prof. Dr. H. Engin wird das Projekt theo­re­tisch und prak­tisch begleitet. Studenten/innen schulen die Tutoren/innen und helfen selbst auch bei der Lern­ar­beit. Orga­ni­sa­tion und Finan­zie­rungs­ver­wal­tung werden ehren­amt­lich von Frau Dr. H. Bauer und
Dr. G. Milden­berger, Eltern ehema­liger Schüler unserer Schule, geleistet.

Die Land­fried Stif­tung betei­ligt sich erst­malig 2017 an den Kosten des Projektes. 

Schüler lernen

Da sich viele Eltern für ihre Kinder keine Nach­hilfe leisten können, möchten wir eine kosten­lose Zugangs­mög­lich­keit zu Nach­hil­fe­stunden für alle Kinder schaffen.

Bildungs­för­de­rung in Südin­dien

Die Grun­didee des Bildungs­pro­jekt Süd-Indien e.V. entstand 1999. Palani kam nach Deutsch­land und ermög­lichte von hier aus fünf Mädchen in seinem Dorf Kadam­badi in Indien den Schul­be­such. Dank der Hilfe aus Deutsch­land stieg die Zahl der Kinder, die in die Schule gehen konnten, mit den Jahren stetig an. Auch der Unter­stüt­zer­kreis hier wurde immer größer. Ab 2009 besuchten regel­mäßig frei­wil­lige Helfe­rinnen und Helfer sein indi­sches Dorf, um dort Kindern Nach­hil­fe­un­ter­richt zu geben, mit ihnen zu spielen und den kultu­rellen Austausch zu fördern. Eines Tages fiel einem dieser Frei­wil­ligen auf, dass eines der Kinder nicht mehr in die Schule und zum nach­mit­täg­li­chen Lernen und Spielen kam. Als er nach dem Kind fragte und es schließ­lich zu Hause fand, stellte sich heraus, dass es seit Tagen nicht gegessen hatte und zu schwach zum Lernen war.

Bei unserem Besuch im Frühjahr 2017

Bei unserem Besuch im Frühjahr 2017

Bildungsprojekt Südindien e.V.

Da wurde ihm schlag­artig klar, dass es Zeit war, nach­haltig etwas zu verän­dern. Zurück in Deutsch­land grün­dete er 2010 mit Palani und Freunden den Verein Bildungs­pro­jekt Süd-Indien e.V.. Der Zweck des Vereines ist Bildung, denn Leben ist Lernen und Lernen ist Leben. Durch Bildung jegli­cher Art - neben klas­si­scher 'Schul­bil­dung' auch Allge­mein-, kultu­relle, ethi­sche und künst­le­ri­sche Bildung - ermög­li­chen wir Kindern sich zu selbst­stän­digen, selbst­be­wussten Erwach­senen zu entwi­ckeln, die ihr Leben finan­ziell und emotional meis­tern können.

Geholfen wird Kindern, Jugend­li­chen und jungen Erwach­senen aus Kadam­badi und Umge­bung, unab­hängig von ihrer Ethnie oder Kaste. Viele der Unter­stützten sind Adivasi (Urein­wohner), Gipsy oder Kinder von allein­er­zie­henden Müttern und soweit möglich auch die allein­er­zie­henden Mütter selbst. Unser Ziel ist es Hilfe direkt und auf möglichst unbü­ro­kra­ti­schem Wege zur Verfü­gung zu stellen. Deshalb haben wir 2012 in Indien den Bruder­verein 'Katralālayam Educa­tional & Chari­table Trust' gegründet, damit wir offi­ziell und vom indi­schen Staat gebil­ligt Hilfe anbieten können.

Zur Zeit bekommen bis zu 75 Kinder und Jugend­liche täglich Nach­hil­fe­un­ter­richt, seit Anfang 2015 in der eigens dafür erbauten Nach­hil­fe­schule. Dort sind zwei Lehre­rinnen und ein Lehrer fest ange­stellt. Nach­hilfe ist deshalb wichtig, da die Lehre an der staat­li­chen Schule im Ort leider unge­nü­gend ist. Zudem werden die Prüfungs­auf­gaben von einer zentralen Behörde vorbe­reitet, sind also an jeder Schule gleich. Ohne Nach­hilfe würden die Schü­le­rInnen nicht bestehen. Außerdem zahlen wir für mehr als 50 Kinder das Schul­geld, die Schu­l­uni­formen, die benö­tigten Lern­ma­te­ria­lien und die Trans­port­kosten zur Schule. Hier sind wir der Land­fried Stif­tung zu beson­derem Dank verpflichtet, da sie mit ihrer dies­jäh­rigen Spende über 10 000 € die Finan­zie­rung ermög­licht. Sams­tags und sonn­tags wird in den Räum­lich­keiten Yoga unter­richtet und danach eine kleine tradi­tio­nelle Mahl­zeit ange­boten.

Zudem finden dort regel­mä­ßige Events statt wie Computer-, Mal-, Töpfer­work­shops und Thea­ter­pro­jekte. Für die Zukunft hoffen wir auch ein Tanz-, Musik- und Sport­an­gebot aufbauen zu können. Nach Been­di­gung der Schule helfen wir bei der Suche nach einer geeig­neten Ausbil­dungs­stelle oder eines Studi­en­platzes. Seit 2015 gibt es zudem die Möglich­keit eine Paten­schaft für je ein spezi­elles Kind zu über­nehmen und so indi­vi­duell zu helfen und eine beson­dere persön­liche Verbin­dung entstehen zu lassen. Bisher haben wir 18 Paten­kinder vermit­teln können. Außerdem sind wir in Kata­stro­phen­fällen wie dem Tsunami 2004 und der Chen­naiflut 2015 zeitnah persön­lich anwe­send.

Bildungs­för­de­rung in Tansania

An der Iambi Secon­dary School im länd­li­chen Bereich der zentral in Tansania gele­genen Region Singida werden die Unter­richts- und Lebens­be­din­gungen für Schü­le­rinnen und Schüler mit Hilfe der Stif­tung verbes­sert.

Unter­richts­räume und vor allem die Schlafräume des Inter­nats erhalten Fenster, die moski­to­dicht sind und in der recht kalten Trocken­zeit vor den starken Winden schützen. Weitere Maßnahmen sind die Sanie­rung von Türen und die Anschaf­fung von Schul­mö­beln, so dass jede Schü­lerin/jeder Schüler einen Sitz­platz an einem Tisch erhält.

Die Projekte werden in Koope­ra­tion mit dem gemein­nüt­zigen Förder­verein Heidel­berg - Iambi Secon­dary School/Tansania e.V. durch­ge­führt. Mitglieder dieses Vereins betreuen alle Projekte an der Schule seit vielen Jahren persön­lich.

Bau einer Grund­schule in Mali

Gemeinsam mit Gunthard Weber vom gemein­nüt­zigen Verein Häuser der Hoff­nung Mali finan­ziert die Land­fried Stif­tung den Bau einer Grund­schule in dem Dorf Garana in Mali.

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